Am Sonntag, den 25.10.2026, trifft der UHC Sparkasse Weißenfels um 16 Uhr auf den SC DHfK Leipzig. Vor über 260 Zuschauern in der Weißenfelser Westhalle erwartet die Fans ein Bundesliga-Topspiel zwischen dem Zweitplatzierten aus Weißenfels und dem Viertplatzierten aus Leipzig.
Erstes Drittel
Der UHC erwischt einen Blitzstart. Nach nur 30 Sekunden schnürt der Finne Karo Kantola das 1:0, aufgelegt von Florian Böttcher. Es bleibt nicht bei diesem einen Tor: Wieder ist es Kantola, wieder liefert Florian Böttcher die Vorlage, und es steht 2:0. Die erste Reihe der Weißenfelser funktioniert heute fabelhaft, und der Finne beweist einmal wieder einen guten Torriecher.
Dann kommt Leipzig ins Spiel. In der 8. Minute gelingt Leo Saarinen der Anschlusstreffer zum 2:1, und nur eine Minute später gleicht Julian Kappler zum 2:2 aus. Es wird noch bitterer: Unser ehemaliger Lettischer Spieler Kristers Babris, dessen Qualitäten hier jedem bekannt sein dürften, trifft für Leipzig zum 3:2. Dabei fühlt es sich nicht an, als wäre Leipzig die bessere Mannschaft. Trotzdem legt Juuso Suotula das 4:2 nach. Lange Gesichter auf der Weißenfelser Bank, denn dieser Spielstand wirkt unverdient.
Die Antwort kommt aber prompt: Markus Janusevskis verkürzt auf 3:4. In der 15. Minute muss Linus Wächter für zwei Minuten auf die Strafbank, doch das Weißenfelser Boxplay verteidigt die Unterzahl sehr gut. Mit 3:4 geht es in die Pause. Und auch hier gilt: Dass Leipzig die bessere Mannschaft ist, fühlt man nicht.
Zweites Drittel
Im zweiten Abschnitt soll sich dieses Gefühl bewahrheiten. Der UHC ist dominant, und in der 8. Minute gleicht Karo Kantola mit seinem dritten Treffer des Tages zum 4:4 aus, aufgelegt von Tim Böttcher. Seine Tore sind nicht spektakulär, aber in feinster Stürmermanier. Den Raum direkt vor dem Tor beherrscht er hervorragend.
Kurz darauf bringt Jonas Pohl den UHC durch einen Doppelpass mit Luca Leon Beyrich mit 5:4 in Führung. In der 15. Minute erhöht Max Gäbler auf Vorlage von Florian Böttcher auf 6:4. Florian Böttcher steht damit bei drei Vorlagen, eine Leistung, die ihm am Ende die Auszeichnung zum MVP des Spiels einbringt.
Acht Sekunden vor der zweiten Pause kommt Leipzig noch einmal heran: Kristers Babris, unser verlorener Sohn, verkürzt auf 6:5, und die Weißenfelser sehen dabei etwas schläfrig aus. Trotzdem führt der UHC zur Pause verdient. Weißenfels ist die bessere Mannschaft, kontrolliert das Spiel, und Leipzig hat dem nur gelegentlich etwas entgegenzusetzen.
Drittes Drittel
Im Schlussabschnitt spielt der UHC seine Dominanz aus. Nach vier Minuten trifft Tim Böttcher auf Vorlage von Max Gäbler zum 7:5. Danach erhöht Hannes Kowalewicz auf Vorlage von Markus Janusevskis auf 8:5. Das Stürmerduo des Rekordmeisters sind in absoluter Topform.
Leipzig muss reagieren und nimmt den Torhüter raus, es heißt 6 gegen 5 für die Gäste. Das nutzt Jonas Pohl: Mit viel Intuition und aus der Drehung schweißt er den Ball aus weiter Entfernung ins leere Tor. Leipzig nimmt eine Auszeit, doch sie bringt wenig. Auch das weitere Spiel mit sechs Feldspielern bleibt erfolglos, und am Ende ist es Max Gäbler, der ebenfalls ins leere Tor zum 10:5 trifft. Das ist auch der Endstand.

Fazit und Ausblick
Ein sehr verdienter Sieg für Weißenfels. Die Mannschaft ist über weite Strecken klar die bessere und diktiert das Spiel. Nach acht Spielen steht der UHC mit 18 Punkten auf dem 2. Platz, eine durchaus zufriedenstellende Ausgangslage.
Der nächste Härtetest folgt schon am kommenden Sonntag um 13 Uhr in der Stadthalle: Im Pokal wartet der aktuelle Tabellenführer Holzbüttgen. Die Weißenfelser gehen mit Sicherheit mit breiter Brust in dieses Spiel, die Gäste aber auch, denn sie haben am Samstag das Westderby gegen Bonn in der Verlängerung gewonnen. Es erwartet uns ein echtes Topspiel, bei dem die wahrscheinlich zwei besten Mannschaften aufeinandertreffen, die Floorball Deutschland aktuell zu bieten hat.
Text: Finn Ole Funke
Foto: Matthias Kuch

