Am Sonntag, den 4. Oktober, gastiert der Rekordmeister bei den Floor Fighters Chemnitz in der Schlossteichhalle. Vor über 300 Zuschauern ist ein intensives Topspiel zweier Teams zu erwarten, die in dieser Saison nur ein Ziel haben: die Meisterschaft.

Zu Beginn dominiert der UHC die Sachsen. In der 5. Minute eröffnet der Finne Karo Kantola die Torschützenliste und schweißt den Ball auf Vorlage von Max Bandrock perfekt oben links in den Knick. Nur 13 Sekunden später folgt der Doppelschlag: Tim Böttcher nutzt die Unkonzentriertheit der Gastgeber eiskalt und trübt damit die zuvor hitzige und laute Atmosphäre in Chemnitz ordentlich. Aufgelegt hat ihm den Ball zum 0:2 Max Gäbler. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels muss Florian Böttcher für zwei Minuten auf die Strafbank, doch das Weißenfelser Boxplay verteidigt die Unterzahl sehr gut. Insgesamt zeigen die Rot-Weißen im ersten Abschnitt einen starken Auftritt.
Auch nach der Pause überzeugt der amtierende deutsche Meister und erhöht erneut durch Karo Kantola auf 0:3, diesmal nach Vorlage von Jonas Pohl. Die Reihe um den Finnen spielt an diesem Sonntag in Chemnitz ein sehr gutes Spiel, und mit Lennox Düben feiert dabei ein Spieler sein Debüt und spielt eine starke Partie. Drei Minuten später kommt Chemnitz zurück: Nach einem Freischlag gibt es Gewusel vor dem Tor, und am Ende drückt Viljami Hana den Ball irgendwie über die Linie. Unglücklich für den bis dahin sehr starken Weißenfelser Schlussmann Ivo Sikora. Auf beiden Seiten bleibt die Chancenverwertung dürftig, spannend ist die Partie dennoch.
Der Schlussabschnitt beginnt mit einem Schnellstart für Weißenfels: Nach nur 45 Sekunden schweißt Hannes Kowalewicz den Ball auf Vorlage von Philipp Weigelt aus der Distanz zum 1:4 ein. Doch die Antwort kommt sofort. Nur 35 Sekunden später fällt der Anschlusstreffer zum 2:4, unglücklich und unaufmerksam verteidigt von den Weißenfelsern. Ab jetzt entwickelt sich das angekündigte Topspiel. Chemnitz dreht auf, und in der 10. Minute fällt das 3:4, ein ziemliches Harakiri-Tor: langer Ball auf Valentin Müller, der ihn irgendwie im Tor unterbringt. Es wird eng, und zum 4:4 trifft wenig später genau derselbe Mann noch einmal. Lange Gesichter auf der Weißenfelser Bank. Die Schlossteichhalle tobt. Doch der UHC lässt sich vom Ausgleich nicht unterkriegen. In der 15. Minute geht Jan Bergig über rechts und schlägt den Ball in die Mitte, wo Hannes Kowalewicz in feinster Stürmermanier nur noch einschieben muss: 4:5! Der Jubel hält allerdings nicht lange. Neun Sekunden später trifft der Chemnitzer Hannes Langenstraß gegen erneut schläfrige Weißenfelser zum 5:5. Insgesamt ruht sich der UHC in dieser Partie zu oft auf seinen Führungen aus und verliert teilweise die nötige Galligkeit. In den letzten Minuten der regulären Spielzeit wird es dann wild. Zuerst muss Weißenfels für zwei Minuten in Unterzahl, übersteht diese aber solide. Danach bekommt Chemnitz eine Zeitstrafe. Das rot-weiße Powerplay bringt allerdings keinen Treffer zustande.
In der Overtime wird es erst richtig turbulent. Der Ball wechselt ununterbrochen die Seiten, es geht hin und her, und beide Teams haben ihre Chancen. Nach acht Minuten ist es dann wieder Valentin Müller, der eine bärenstarke Partie für die Sachsen macht und den Ball zum 6:5 einnetzt. Diese Overtime war ein reiner Münzwurf.
Der UHC nimmt damit einen Punkt aus Chemnitz mit nach Hause. Schade, denn da wäre mehr drin gewesen, gerade nach den ersten beiden Dritteln, in denen die Mannschaft einen richtig starken Auftritt zeigte und gut an die Leistung des vorherigen Wochenendes gegen Dresden anknüpfen konnte.
Weiter geht es schon nächste Woche: Unsere Herren erwartet ein Doppelspieltag, am Samstag gegen Schönefeld und am Sonntag gegen Hamburg, beides in der Weißenfelser Stadthalle.
Text: Finn Ole Funke
Bild: Flickr Floor Fighters Chemnitz



