Am Sonntag, den 11.10.2026, empfängt der UHC Sparkasse Weißenfels um 16 Uhr die ETV Piranhhas aus Hamburg in der Stadthalle. Vor einer tollen Kulisse von 300 Zuschauern geht es für beide Teams um den zweiten Spieltag des Wochenendes. Die Weißenfelser haben am Vortag mit 8:2 gegen Schenefeld (12.Platz) gewonnen, die Hamburger mussten sich beim SC DHfK Leipzig (4.Platz) mit 6:9 geschlagen geben. Tabellarisch hatte Hamburg damit am Vortag die fordernde Aufgabe.
Der UHC erwischt einen Traumstart. Nach knapp drei Minuten trifft Florian Böttcher auf Vorlage von Tim Böttcher zum 1:0. Kurz darauf erhöht Hannes Kowalewicz, auf 2:0. Der U19-Nationalspieler hat in den letzten Monaten Riesen Schritte gemacht und ist aktuell in absoluter Topform. In der 7. Minute schnürt der Finne Karo Kantola das 3:0, sehenswert herausgespielt, diesmal von Florian Böttcher aufgelegt. Eine durchaus verdiente Führung und bis dahin ein super Drittel der Weißenfelser.
In der 11. Minute muss Max Bandrock für zwei Minuten auf die Strafbank. In der Situation sieht der Routinier etwas ungeschickt aus. Das Weißenfelser Boxplay verteidigt die Unterzahl aber ganz hervorragend, auch dank des tschechischen Schlussmanns Ivo Sikora. Er zeigt an diesem Tag ein absolut starkes Spiel und beweist allen, dass er einer der besten Goalies der Liga ist. In der 18. Minute macht Karo Kantola, wieder auf Vorlage von Florian Böttcher, das 4:0. Die Hansestädter wirkt zur ersten Pause gebrochen.

Mit breiter Brust geht der UHC in den zweiten Abschnitt, und die Weißenfelser machen munter weiter. Achtung! In der 3. Minute erhöht Hannes Kowalewicz auf 5:0. Nur 20 Sekunden später folgt das 6:0 durch Jonas Pohl, aufgelegt von Laurenz Kahlmann, der damit seinen ersten Scorerpunkt für das Herrenteam des UHC sammelt. In der 4. Minute stellt Max Gäbler auf Vorlage von Florian Böttcher, der ebenfalls ein super Spiel macht, auf 7:0. An diesem Punkt sieht es so aus, als käme Hamburg komplett unter die Räder. Dreifachschlag. Es wirkt so als würde der ETV komplett unter die Räder kommen.
Doch die Gäste raffen sich auf. In der 5. Minute verkürzt Luca Vogel auf Vorlage von Jonathan Heinz auf 7:1. Wenig später muss Jan Bergig wegen wiederholten Vergehens für zwei Minuten raus, doch Hamburg nutzt das Powerplay nicht. Der UHC hat im Anschluss viele Chancen, beißt sich aber am Hamburger Schlussmann und an den Torabmessungen die Zähne aus. In der 18. Minute antwortet Hamburg durch Felix Braun zum 7:2, und kurz darauf folgt der Doppelschlag: Meinert Wardetzki trifft auf Vorlage von Birger Detlefsen zum 7:3. Das Drittel endet damit 3:3, für Cheftrainer Tomi Rastas sicherlich unglücklich, denn der UHC bleibt die spielbestimmende Mannschaft, während man Hamburg oft durch individuelle Fehler zu Chancen einlädt.
Drittes Drittel: Hamburg ist im Aufwind, doch in der 5. Minute muss Felix Braun für zwei Minuten auf die Strafbank. Nur 30 Sekunden später muss auch Florian Böttcher für zwei Minuten raus, und dieses 4-gegen-4 nutzt der UHC: Max Gäbler trifft auf Vorlage von Linus Wächter zum 8:3. In der 9. Minute holt sich Hannes Kowalewicz zwei Minuten ab, doch Hamburg bleibt auch dieses Powerplay torlos.
Ganz vorbei ist die Partie aber noch nicht. In der 17. Minute trifft Luis Moes zum 8:4, ein Tropfen auf den heißen Stein für die Gäste. Zweieinhalb Minuten vor Schluss sind noch vier Tore aufzuholen, eines gelingt Hamburg dennoch: In der 18. Minute macht Luca Vogel das 8:5. Dies soll auch der Endstand sein.
Aus Weißenfelser Sicht kann man mit der eigenen Leistung durchaus zufrieden sein. Allerdings waren es zu viele individuelle Fehler, die das Ergebnis am Ende enger gemacht haben, als es hätte sein müssen. Mit sechs Punkten aus dem Doppelspieltag geht der UHC mit breiter Brust ins Länderspielwochenende und in das in zwei Wochen folgende Spiel gegen den DHFK.
Text. Finn Ole Funke
Bild: Henriette Engelhardt



