Junges U13 Team hat sich teuer verkauft – 1. Spieltag U13 Junioren RL Ost

Bei einer Bullyzeit von 11:30 Uhr könnte man denken, dass alle Beteiligten entspannt ausschlafen konnten – aber weit gefehlt: Wenn der Spielort Wernigerode heißt, muss man sich trotzdem beizeiten auf den Weg machen. Doch von Schläfrigkeit keine Spur: Zu groß waren die Vorfreude und die Aufregung auf den ersten Spieltag der neuen Saison. Die Stimmung wurde noch zusätzlich dadurch angeheizt, dass man im Gegensatz zur letzten Saison nun auf dem Großfeld antreten würde. Dementsprechend machten sich 16 Kinder samt Trainern und Eltern auf den Weg in den Harz.
Der Gegner des ersten Spiels waren die PSV Black Wolves Dessau. Die Aufregung war nun deutlich zu spüren, denn auf Weißenfelser Seite war es ein hektischer Start. Da Dessau bereits sein zweites Spiel bestritt, wirkten die Black Wolves deutlich fokussierter und griffen sofort energisch an. Doch auch Bella war hoch konzentriert und konnte die ersten Abschlüsse vereiteln. Bei einem Aufsetzer in der 5. Minute war sie allerdings machtlos, sodass Dessau mit 0:1 in Führung gehen konnte. Die Bauhausstädter ließen nicht locker und bauten innerhalb kurzer Zeit ihren Vorsprung auf 0:3 aus. Der UHC wirkte etwas geschockt, ließ sich davon jedoch nicht lange beirren. Immer wieder setzten die Weißenfelser zu Kontern an, die jedoch leider nicht erfolgreich waren. Im Gegensatz dazu war Dessau kaltschnäuziger und nutzte kleine Fehler in der Zuordnung eiskalt aus – 0:4. Kurz danach mussten die Weißenfelser aufgrund eines Wechselfehlers den Dessauern in Unterzahl gegenübertreten. Karl, Henry V., Jannik und Gregor bezogen konzentriert Aufstellung und kämpften gegen das Powerplay der Black Wolves an. Ein überharter Körpereinsatz gegen Karl wurde von den Schiedsrichtern nicht geahndet und somit war der Weg frei zum 0:5 für den PSV. Im Anschluss folgte eine Angriffswelle der Weißenfelser, die jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. In der 14. Minute spielten die Dessauer einen langen Pass in den Slot, der erfolgreich zum 0:6 verwertet werden konnte. Einen höheren Rückstand verhinderte Bella mit guten Paraden. Uff – das war ein ganz schöner Brocken, den der UHC da verdauen musste …
Die Trainer fanden in der Pause aber wohl die passenden Worte, denn das zweite Drittel sollte komplett anders verlaufen. Bereits in der 2. Minute hatte Gregor nach Zuspiel von Theodor die erste Chance, setzte den Schuss aber knapp am Tor vorbei. Nur eine Minute später konnte das Ganze jedoch erfolgreicher umgesetzt werden: Nach einem Tempogegenstoß verfehlte auch Chris das Tor nur knapp, den Abpraller von der Bande konnte Henry K. jedoch zum 1:6-Anschlusstreffer verwerten. Das 1:7 durch die Dessauer sollte der Motivation keinen Abbruch tun, denn nur kurz danach begann die Aufholjagd. Einen langen Ball von Emil nutzte Chris in der 6. Minute zum 2:7. In einem sehr körperlichen Spiel folgten mehrere Chancen durch Jannik, ehe Ole nach einem Freischlag von Chris mit einem Schuss in den Winkel das 3:7 erzielte. Kurz darauf konnte Chris seinen zweiten Treffer zum 4:7 verzeichnen. Nur eine Minute später gelang es Gregor einen Abwurf des Dessauer Goalies abfangen und zum 5:7 erhöhen. Es folgte eine Angriffswelle der Black Wolves, die jedoch von der Abwehr und einem starken Rojus entschärft werden konnte. In der 12. Minute kam auch der UHC zu einem Powerplay. Dessau verteidigte stark, jedoch nutzte Jannik das Überzahlspiel nach einem Solo zum 6:7 aus und erzielte nur knapp zwei Minuten später sogar den Ausgleich. 7:7 – wer hätte das nach einem Sechs-Tore-Rückstand noch gedacht … Die Pausensirene rettete diesen Spielstand für den UHC in das nächste Drittel, denn die erneute Führung der Dessauer kam eine Sekunde zu spät.
Nachdem der Spielstand nun ausgeglichen war, wollte der UHC noch mehr und konnte in der 1. Minute des letzten Drittels sogar erstmals in Führung gehen: Nach einem präzisen Pass von Karl aus der Abwehr heraus auf Jannik legte dieser für Gregor quer. Das wollten die schwarzen Wölfe natürlich nicht auf sich sitzen lassen und griffen unentwegt an. Nach mehreren starken Paraden kullerte der Ball schließlich doch hinter Rojus zum 8:8 über die Linie und auch gegen die erneute Führung der Dessauer war er machtlos. Die letzten zehn Minuten waren hart umkämpft, mit guten Chancen auf beiden Seiten. Leider wurde die Aufholjagd des zweiten Drittels nicht belohnt und der UHC musste sich mit 8:9 geschlagen geben.
Nach einer nur kurzen Pause musste man gleich zum zweiten Spiel antreten. Die Gegner waren dieses Mal die Gastgeber aus Wernigerode. Es entwickelte sich ein rasantes Spiel, zu Beginn jedoch ohne zwingende Chancen. Bella und die Torhüterin der Harzer ließen nichts zu und konnten ihre Kästen sauber halten. Brenzlig wurde es erst gegen Ende des ersten Drittels: Nach mehreren guten Passstafetten konnte Jannik jedoch lediglich die Latte treffen. Nur wenige Sekunden später gelang es Chris die Weißenfelser mit dem 0:1-Führungstreffer nach Assist von Jannik erlösen: Er startete direkt von der Bank in den Angriff und konnte die Unsicherheit in der Zuordnung der Wernigeröder in dieser Wechselphase ausnutzen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Um mehr Ruhe in das Spiel zu bringen, wollten die Saalestädter diesen Vorsprung im zweiten Drittel komfortabler gestalten, was auch zeitnah gelang. Gregor konnte einen Ball aus der Abwehr der Roten Teufel erobern und passte zu Jannik, welcher zum 0:2 einnetzte. Direkt nach dem Bully stockte Chris das Ergebnis nach Vorarbeit von Ole zum 0:3 auf. Die Hausherren, die bereits ihr erstes Spiel gegen Dessau verloren hatten, wollten in heimischer Halle natürlich nicht die zweite Niederlage hinnehmen und legten alles in die Waagschale, um den Spielstand zu ihren Gunsten zu verändern. Ihre Angriffe sollten jedoch spätestens bei Rojus ihr Ende finden. In der 7. Minute spielte Theodor auf Gregor, der aber nur den Pfosten treffen konnte. Den Abpraller hingegen verwertete Jannik erfolgreich zum 0:4. Die folgenden Angriffe konnten auf beiden Seiten vereitelt werden, ehe die Wernigeröder zeigten, dass man sie noch nicht abschreiben sollte. In der letzten Spielminute konnten sie gleich doppelt treffen und somit ging es mit einem 2:4 in die letzte Pause.

Den besseren Start ins 3. Drittel erwischte Wernigerode und nahm Bella im Tor unter starken Beschuss. Doch auch ihr Pendant auf der anderen Seite wollte einen weiteren Treffer des UHC verhindern. In der 5. Minute musste sie sich jedoch geschlagen geben: Nach einem zielgenauen Freischlag von Karl konnte Jannik den Vorsprung auf 2:5 erhöhen. Der Kampfgeist der Red Devils war jedoch ungebrochen und so konnten sie etwa eine Minute später auf 3:5 herankommen. Das anschließende Powerplay der Weißenfelser blieb ungenutzt, da Wernigerode in der Lage war, alle Chancen zu vereiteln. Auf der anderen Seite wurde ein sehenswerter Schuss von Emil geblockt, bevor Jannik nach einem Konter zum 3:6 traf. Gegen Ende wurde es noch einmal hektisch vor dem Tor des UHC, doch Bella verhinderte Schlimmeres. Nach einem Timeout in der 14. Minute wollte das Trainerteam noch einmal experimentieren und nahm Bella für ein Überzahlspiel aus dem Tor. Dieses Powerplay konnten sie nur eine Minute später nach einer Zeitstrafe für Wernigerode nun auch mit Torhüterin spielen. Wernigerode schaffte es jedoch, dem Druck der Weißenfelser standzuhalten und traf in Unterzahl sogar zum 4:6. Dabei sollte es auch bleiben und so konnten glückliche Weißenfelser die ersten Punkte der neuen Saison mit nach Hause nehmen.
Zusammenfassend können die Schützlinge von Max Gäbler und Martin Blanke sehr stolz auf sich sein. Sie haben gerade im ersten Spiel großen Kampfgeist bewiesen und gezeigt, was sie im Training alles gelernt haben. Besonders bemerkenswert dabei ist, dass von den 16 mitgereisten Kindern knapp die Hälfte (7) eigentlich noch in der U11 spielt. Also Hut ab vor diesem jungen Team, das viel Vorfreude auf die kommenden Partien geweckt hat.
Für den UHC auf dem Feld waren: Rojus Kostka (Tor), Emil Schulze, Luis-Finn Gräfe, Gregor Hüttig, Paul Haage, Theodor Harnisch, Henry Vangerow, Conrad Vangerow, Jannik Finn Blanke, Henry Keikott, Fritz Böhme, Ole Agsten, Kornej Woroschnin, Chris Fritzsch, Karl Schilling und Bella Glas (Tor).
Betreuer: Max Gäbler, Martin Blanke
Text: Carolin Hüttig



