UHC Sparkasse Weißenfels e.V.

Aufschlussreiches Wochenende

2017 02 22 UHC TVL ETV NBDer UHC hat am vergangenen Wochenende viel erlebt. Es begann mit Ladehemmung und einem deutlichen Rückstand. Es folgte eine Aufholjagd und ein genauso knapper wie wichtiger Sieg. Es endete mit einem deutlichen 14-5 gegen Hamburg, das spielerisch dennoch Luft nach oben lässt.

Wie gingen die Spiele aus?

TV Lilienthal vs. UHC Weißenfels 6-7 (2-1, 4-1, 0-5)

UHC Weißenfels vs. ETV Hamburg 14-5 (4-1, 3-2, 7-2)

Wie verliefen die Spiele?

TV Lilienthal vs. UHC Weißenfels

Sprach man in Weißenfels von „Spitzenspielen“ stand das in den vergangenen Jahren meist in Verbindung mit den beiden Vereinen MFBC Leipzig und Red Devils Wernigerode. Nur drei Teams schafften in den vergangenen 10 Jahren außer den drei mitteldeutschen Vereinen je einmal den Sprung in das Finale der Floorball Bundesliga. Der TV Lilienthal hat sich nun aber nachhaltig in der Spitzengruppe festgesetzt. Nach der Vizemeisterschaft 2016 stehen die Wölfe auch dieses Jahr verdient auf Rang zwei und forderten am Samstag dem UHC alles ab. In den ersten beiden Dritteln war Lilienthal über rasante Konter vor allem das effektivere Team. Weißenfels hatte durchaus seine Chancen, erzielte aber im normalen 5-5 Spiel keinen einzigen Treffer. Praktisch mit der ersten Chance brachte Niklas Bröker die Hausherren in Führung. Bruder Janos Bröker baute diese in der 20. Minute in Unterzahl spielend aus. Anssi Soini nutzte allerdings das Powerplay und sorgte noch vor der ersten Pause für den Anschluss. Erneut in Überzahl spielend gelang dem UHC sogar der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jonas Hoffmann. Doch dann folgten einigermaßen kopflose 10 Minuten. Lilienthal ging in der 29. Minute mit 2-3 in Führung und nutzte anschließend Weißenfelser Fehler zum zwischenzeitlichen 2-6 nach zwei Dritteln. Ähnliche Phasen hatten die Saalestädter auch schon gegen Wernigerode und Schriesheim. Doch wie schon in diesen Spielen fand der UHC auch gegen die Wölfe die passende Antwort. Mit einigen Umstellungen schickte Naumanen das Team ins Schlussdrittel und es folgte eine starke Aufholjagd. Weißenfels drückte Lilienthal weit in die eigene Hälfte und wurde in der 46. Minute durch Matthias Siede belohnt. Dann ging es schnell: Innerhalb weniger Sekunden fiel per Eigentor das 4-6 und durch Siede das 5-6. Weißenfels war definitiv zurück im Spiel und drückte weiter auf den Ausgleich. Der sollte schließlich Matthias Siedes dritter Treffer an dem Tag werden. Die Führung erzielte in der 55. Minute Anssi Soini nach starker Vorlage von Jonas Hoffmann. Der UHC ließ dann nur noch wenig zu und konnte die drei wichtigen Punkte gegen den Tabellennachbarn mit nach Hause nehmen. Sollte ein weiterer Sieg gegen Hamburg am Sonntag gelingen, würde der Vorsprung auf acht Punkte anwachsen.

UHC Weißenfels vs. ETV Hamburg

Hamburg siegte einen Tag zuvor gegen den MFBC Leipzig. Das Naumanen-Team war dementsprechend gewarnt und konzentriert. Die Führung gelang Axel Kuch in der 7. Minute. Kuch sollte mit vier Toren bester UHC-Akteur an diesem Tag werden. In Überzahl spielend konnte der ETV noch einmal ausgleichen, musste aber wenige Sekunde später das 2-1 durch Max Blanke hinnehmen. Bis Drittelende zog Weißenfels durch Tore von Matthias Siede und Harri Naumanen erstmals deutlicher davon und konnte zu Beginn des zweiten Abschnitts die Führung sogar auf 6-1 ausbauen. Hamburg zeigte sich aber kämpferisch, verkürzte und erhielt in der 31. Minute  fünf Minuten Überzahl. In der Phase gelang allerdings nur ein Treffer. Den egalisierte Kuch noch vor dem Seitenwechsel. Mit dem 7-4 in der 41. Minute gab es das letzte Mal Spannung in der Partie, dann spielte Weißenfels seine physische Überlegenheit aus und zog deutlich auf 14-5 davon. Dennoch: Hamburg ist die Qualifikation für die Play-offs definitiv zuzutrauen.

Was sagt Philip Jassmann zu den Spielen?

Im Spiel gegen Lilienthal haben wir 30 Minuten lang gut gespielt. Aber wir waren einfach im Kopf nicht bereit den Kampf anzunehmen und uns hat die letzte Konsequenz vor dem Tor und in den Zweikämpfen gefehlt.

Es hat bis ins letzte Drittel gebraucht, bis wir den absoluten Willen entwickelt haben das Spiel zu gewinnen und alles dafür zu geben. Das ist uns mit sehr guten 20 Minuten am Ende noch gelungen.

Das zweite Spiel kann man kurz zusammenfassen, uns hat das ganze Spiel lang die Konstanz in unseren Aktionen gefehlt.

Wir haben es nicht geschafft unsere Stärken auszuspielen und den Gegner laufen zu lassen. Dennoch konnten wir das Spiel mehr oder weniger souverän gewinnen und somit ein hartes und wichtiges Wochenende erfolgreich beenden.

Was war sonst noch wichtig?

Das Comeback von Basti Bernieck. Nach mehreren Monaten Pause und nur wenigen Trainings gelang Basti eine sensationelle Rückkehr. Neben der gewohnten Ballsicherheit und Übersicht legte er im entscheidenden dritten Drittel in Lilienthal zwei Tore von Matthias Siede auf und hatte damit großen Anteil an der Aufholjagd. Wenige Wochen vor dem Final4 ist das nicht die schlechteste Nachricht.

Wer hat getroffen?

TV Lilienthal vs. UHC Weißenfels

 

Name Tore Vorlagen Gesamt Strafminuten
Matthias Siede 3 2 5  
Anssi Soini 2 0 2  
Jonas Hoffmann 1 1 2  
Sebastian Bernieck 0 2 2  
Martin Brückner 0 1 1  

UHC Weißenfels vs. ETV Hamburg

 

Name Tore Vorlagen Gesamt Strafminuten
Axel Kuch 4 1 5  
Max Blanke 2 1 3  
Anssi Soini 1 2 3  
Matthias Siede 1 1 2  
Christopher Gruhne 1 1 2  
Jonas Hoffmann 1 1 2  
Harri Naumanen 1 1 2 2
Martin Gladigau 0 2 2  
Phillip Weigelt 1 0 1  
Arian Trützschler 1 0 1  
Tim Böttcher 1 0 1  
Martin Brückner  0 1 1  
Philip Jassmann 0 1 1  
Jussi Asunta       5

von Martin Brückner 

 

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