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Der UHC international – Teil 1

Nachdem wir zuletzt auf die erste deutsche Meisterschaft im Nachwuchsbereich geblickt haben, handelt unser Rückblick heute von den ersten Schritten des UHC auf der internationalen Ebene bis zum Jahr 2012. Eine Geschichte mit großartigen Siegen und herben Niederlagen.

Im Jahr 2003 gewann der UHC leicht überraschend erstmals die Deutsche Meisterschaft. Da der Europapokal in der Saalestadt ausgetragen wurde, war man als Gastgeber gesetzt. Der damalige EFC wurde von den Top 4 Teams, zwei Qualifikanten, dem Titelverteidiger und dem Ausrichter ausgespielt. Wirklich bereit war das junge Team für einen solchen Gegner aber noch nicht. So ging der Auftakt gegen den schwedischen Vertreter Pixbo Wallenstam deutlich mir 1-27 verloren. Auch die weiteren Partien zeigten das deutlich. Insgesamt setzte es vier hohe Niederlagen. Dennoch lernten die Weißenfelser viel. So bitter die Ergebnisse auch klingen, sie waren doch eher ein Startschuss. In der Folge gelang es dem UHC sich deutlich mehr taktisches Wissen anzueignen und Schritt für Schritt seinen Spielstil zu entwickeln.

Nur etwas mehr als ein Jahr später traten die Saalestädter erstmals bei einem Qualifikationsturnier an. In der Vorrunde gelangen vier Siege und eine Niederlage gegen den russischen Meister. Als Gruppenzweiter ging es im Halbfinale gegen den lettischen Vertreter Rubene schon um das Ticket für den EFC. Rubene gewann nach Golden Goal in der Verlängerung.

Anschließend legte der UHC eine längere, internationale Pause ein. Europapokalturniere sind oft sehr teuer und zeitintensiv. So dauerte es drei Jahre, bis sich der UHC wieder der internationalen Konkurrenz stellte. Und es wurde bitter: In Aalborg traf man in der Vorrunde als Deutscher Meister auf den norwegischen (Sarpsborg) und spanischen  Champion(Leganes). Gegen Sarpsborg hielt Weißenfels gut mit, versuchte gegen Ende aber noch auf Sieg zu spielen. In der Konsequenz hagelte es gut ausgespielte Konter und eine 6-12 Niederlage. Auch gegen die Spanier mit vielen skandinavischen Spielernamen kam der UHC nicht über ein 5-5 hinaus, was im Nachhinein das Aus in der Vorrunde bedeutete.

Die Revanche gelang ein Jahr später. 2009 ging es in das österreichische Leoben. In der Vorrunde hatten die Saalestädter keine Probleme und auch im Halbfinale gelang gegen den niederländischen Meister HDM ein 5-1 Sieg. Der Finalgegner sollte Leganes heißen. Mit einem 1-1 ging es in die Verlängerung, in der Thomas Händler nach Pass von Sebastian Bernieck und nur wenigen gespielten Sekunden die Entscheidung brachte. Als erstes deutsches Team qualifizierte sich der UHC regulär für die Endrunde des EuroFloorball Cups. Die Endrunde verlief wiederum etwas unglücklich. Gegen den dänischen und lettischen Meister setzte es knappe Niederlagen und gegen den SSV Helsinki hatte man erwartungsgemäß keine Chance. Auch das Platzierungsspiel gegen den estnischen Vertreter ging verloren.

Erneut vergingen mehrere Jahre bis zum nächsten internationalen Auftritt. Zwischenzeitlich hatte die IFF das System reformiert. Neu eingeführt wurde der Champions Cup, mit den Meistern der Top 4 Nationen, einem Qualifikanten und dem Ausrichter. Darunter siedelte man den EuroFlooball Cup mit den Vertretern der auf den Plätzen fünf bis acht gesetzten Nationen an. Da Deutschland auch darin nicht vertreten war, musste der UHC 2012 erneut in die Qualifikation. In einem überschaubaren Feld von vier Teilnehmern reichte hinter einem starken norwegischen Meister Platz zwei für die Teilnahme an der Finalrunde. Diese fand im slowakischen Kosice statt und bot viel Dramatik. Im ersten Spiel verlor Weißenfels gegen SK Augur aus Estland mit 5-7. Im zweiten Spiel der Dreiergruppe musste zwingend ein Sieg her. Bis kurz vor Schluss führte der UHC mit 5-3 gegen das slowakische Trencin, fing aber noch den Ausgleich, nur um unglaubliche sechs Sekunden vor dem Ende durch Sascha Herlt doch noch den Siegtreffer zum 6-5 zu erzielen. Im Halbfinale war gegen ein gewisses Lielvarde dann Schluss.

Im Jahr 2011 traten erstmals auch die Damen auf internationalem Parkett an. Die junge Mannschaft um Trainer Martin Blanke nahm damals an der Euro Floorball Cup Qualifikation in Ljubljana (Slowenien) teil.

Zu den jüngsten Talenten gehörten damals unter anderem die heutige Kapitänin Carla Benndorf sowie Pauline Baumgarten, welche selber seit Jahren zu den Führungsspielerinnen im Damenteam zählen.

Nach dem Erreichen des Deutschen Meistertitels 2011 traten Martin Blanke und sein Team im August 2011 im sommerlichen Slowenien gegen Mannschaften aus Russland, den Niederlanden und der Slowakei an. Die Vorrunde überstand der UHC hinter Nizhny Novgorod auf Platz zwei, sodass im Halbfinale der Gruppenerste aus der B-Gruppe wartete. Eine knappe 4:3-Niederlage gegen den slowakischen Meister bedeutete nach diesem entscheidenden Spiel das Ende des Turniers für Blankes Spielerinnen.

Beide Teams des UHC traten 2016 ebenfalls bei dem heimischen EFC an. Sowohl die Damen als auch die Herren erreichten etwas überraschend das Finale. Während die Damen ihr Endspiel knapp verloren, sicherten sich die Herren in einem packenden Finale den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Einen ausführlichen Blick auf das Turnier, den anschließenden Champions Cup sowie den EFC 2019 der Damen folgt separat.

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