UHC Sparkasse Weißenfels e.V.

Souverän zum Zwischenziel

ETV-CHZum zwölften Mal in Folge geht der UHC als Tabellenführer in die Play-offs. Gegen Hamburg (9-1) und Chemnitz (10-4) gab es zum Abschluss klare Siege.

Wie gingen die Spiele aus?

UHC Weißenfels vs. Piranhhas Hamburg 9-1 (2-1, 5-0, 2-0)

Schüsse auf das Tor: 20-17 (6-5, 7-3, 7-9)

Floor Fighters Chemnitz vs. UHC Weißenfels 4-10 (2-3, 1-3, 1-4)

Schüsse auf das Tor: 17-32 (7-10, 6-7, 4-15)

Wie verliefen die Spiele?

Das Spiel gegen Hamburg begann mit einem frühen Gegentor. Jonas Hoffmanns Schuss aus der eigenen Hälfte konnte Lars Schauer nicht sehen und der Ball landete im UHC-Gehäuse. Es sollte das einzige Gegentor bleiben. Schon in der sechsten Minute gelang Pascal Schlevoigt ebenfalls per Distanzschuss der Ausgleich. Niklas Nordh erzielte schließlich in der 12. Minute die Führung, die nicht mehr abgegeben wurde. Doch noch blieb das Spiel ausgeglichen. Hamburg hatte einige Chancen, doch Schauer hielt stark. Der UHC kam per Konter zum 3-1, als Tim Böttcher einen sehenswerten Konter abschloss. Auch eine 10-Minuten Strafe gegen Pascal Schlevoigt brachte wenig Unruhe in das Weißenfelser Spiel und gegen Ende des zweiten Drittels folgte die Entscheidung. Innerhalb von nur sechs Minuten trafen Böttcher (2), Weigelt und Naumanen und es stand 7-1. Im letzten Abschnitt ließ der UHC in beide Richtungen die letzten Konsequenz vermissen. Nordh mit einem spektakuläre „Zorro-Tor“ und noch einmal Naumanen machten aber den 9-1 Sieg und damit auch Platz 1 nach der Hauptrunde klar.

Einen Tag später folgte das Spiel in Chemnitz. Der UHC hatte sein Tabellenplatz sicher, die Floor Fighters so gut wie. Weißenfels nutzte die Gelegenheit um einige Sachen zu testen und zu trainieren, was überraschend gut funktionierte. So ließ man den Gastgebern wenig Zeit mit Ball und konnte rasch das eigene Spiel aufzwingen. Zunächst passierten noch einige Fehler. Chemnitz ging folgerichtig mit 0-1 in Führung. Doch Weißenfels war gut im Spiel. 28 Schüsse gaben die Gäste im ersten Drittel ab, zehn davon auf das Tor, meist aus dem Slot. Von dort traf Harri Naumanen auf Pass von Phillip Weigelt zum Ausgleich. Das 1-2 für die Sachsen fiel nach einer Unterzahlsituation des UHC. Diese war schon überstanden, doch war die Defensive noch nicht organisiert. Noch vor Drittelende gelang aber die verdiente Führung. Sascha Herlt per Abpraller und Oli Hofmann nach Pass von Martin Gladigau machten das 3-2.

Im zweiten Abschnitt änderte sich nicht viel. Chemnitz setzte einige Konter, doch die Defensive des Tabellenführers stand weitestgehend gut. Der letztmalige Ausgleich passierte in Folge eines Wechselfehlers. Doch dann übernahm der UHC endgültig das Geschehen. Zwei Tore durch Jarmo Eskelinen und ein weiteres durch Sascha Herlt und es stand 6-3. Auch das letzte Drittel spielten die Weißenfelser souverän zu Ende. Ohlsson, Händler, Weigelt und Siede trafen, Chemnitz überwand noch einmal Martin Brückner und das Spiel endete mit einem deutlichen 10-4 Sieg.

Was war das Tor des Wochenendes?

Niklas Nordhs 8-1 gegen Hamburg. Es war nicht sein erstes Zorro-Tor diese Saison, aber es war das wahrscheinlich schönste. Nordh selbst gewann den Ball in der eigenen Hälfte und zieht hinter das gegnerische Tor. In hohem Tempo kommt er zum Abschluss und lässt dem Goalie keine Chance.

Was war sonst noch wichtig?

1. Die Zahlen

Weißenfels ist erster geworden. Ein Blick auf die Zahlen zeigt aber, dass es nicht immer leicht war diese Saison. In 18 Spielen kommt der UHC auf 171-89 Tore. Das sind 9,5-4,9 Tore im Schnitt. Letzte Saison waren das 10,4-3,7. Es gab einige Spiele, in der die Defensive anfällig war. Oftmals kassierte das Team mehrere Tore innerhalb weniger Minuten. Es liegt nahe, dass dies eher Kopfsache war, als Taktik. Mit der starken Defensivleistung im Pokalfinale gegen Wernigerode – man musste nur zwei Tore in Unterzahl hinnehmen – scheint sich dies aber geändert zu haben. In den anschließenden drei Ligaspielen gab es nur noch sieben Gegentore.

Der Punkteschnitt liegt bei 2,833. Das wiederum ist ein ausgesprochen guter Wert. Einie einzige Niederlage in Kaufering steht zu Buche. Alle anderen Spiele konnten gewonnen werden. Positiv vor allem: Ausnahmslos alle knappen Spiele gingen an den UHC.

Werfen wir einen Blick auf die Scorerwertung. Mit Jarmo Eskelinen weiß man den besten Vorlagengeber der Liga (40, Mit 51 Punkten Platz zwei in der Gesamtwertung) in seinen Reihen. Harri Naumanen ist zudem der produktivste Verteidiger (39 Punkte, Platz 5). Aber bemerkenswert ist vor allem auch die Breite. Mit Jarmo Eskelinen (51), Harri Naumanen (39), Tim Böttcher (34), Sascha Herlt (27), Niklas Nordh (26), Thomas Händler, Matthias Siede (beide 22), Phillip Weigelt und Sebastian Bernieck (beide 21) haben gleich neun UHC-Akteure mehr als 20 Punkte. Das Team ist damit kaum auszurechnen. Auch gegen Chemnitz gab es bei zehn Toren acht Torschützen und zwölf verschiedene Scorer.

2. Debüts

Am vergangenen Wochenende haben Max Bandrock und Marcel Häcker in der Bundesliga debütiert. Zudem absolvierte Arian Trützschler erstmals fast ein komplettes Spiel. Bereits im Pokal, in der Saisonvorbereitung und im wöchentlichen Training hatten die Jungs ihr Leistungsvermögen unter Beweis gestellt. Nun haben sie aktiv ins Spielgeschehen eingegriffen. Es war der erste Schritt, dem sicher und hoffentlich weitere folgen.

Was sagt Thomas Händler zu den Spielen?

Gegen Hamburg war es erstmal wichtig sich nach dem Erfolg im Pokal und dem doch recht klaren Sieg gegen Leipzig wieder zu motivieren.Dennoch war uns klar, dass der erste Platz an diesem Tag festgemacht werden kann und das wollten wir dann auch zu 100%. Ich denke die Mannschaft hat das gut hinbekommen und die Zielsetzung über weite Strecken gut umgesetzt. Bis auf das 0-1 haben wir wenige Chancen zugelassen und aus einer sicheren Defensive Hamburg ins eigene Drittel gedrückt und zahlreiche Chancen herausgespielt. Dadurch dass der ETV nur mit zehn Mann angereist war und wir mit drei Reihen spielen konnten, merkte man am Ende, dass bei Hamburg die Luft raus war, sodass wir verdient mit 9-1 das Spiel beenden konnten.

Am Sonntag ging es dann weiter nach Chemnitz. Die Tabelle war klar und nichts konnte mehr passieren. Dennoch wollten wir uns erstens bei den zahlreich mitgereisten Fans bedanken und zweitens den Overtime-Sieg vom final4 bestätigen und damit klar zeigen, wo wir hinwollen. So konnten wir uns mal andere Schwerpunkte fürs Spiel setzen und noch einige Sachen für die Play-offs ausprobieren. Wir verteidigten weitestgehend bei 80% und spielten teils sogar Pressing über das ganze Feld, was meines Erachtens echt gut funktioniert hat. Klar bleiben bei so einem offensiven Spiel Fehler nicht aus, doch die wurden durch gutes Unterzahlspiel oder schnelle Tore wieder weggemacht. So gewannen wir am Ende verdient mit 10-4 und ziehen als Erster in die Play-offs ein.

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Wer hat getroffen?

UHC-Hamburg

Name Tore Vorlagen Gesamt Strafminuten
Tim Böttcher 3 0 3 0
Jarmo Eskelinen 0 1 1 0
Matthias Siede 0 3 3 0
Harri Naumanen 2 0 2 0
Pascal Schlevoigt 1 1 2 10
Niklas Nordh 2 1 3 0
Phillip Weigelt 1 0 1 0

UHC ohne Bernieck, Blanke, Trützschler, Rezac und Köstler.

Chemnitz-UHC

Name Tore Vorlagen Gesamt Strafminuten
Tim Böttcher 0 1 1 0
Jarmo Eskelinen 2 0 2 0
Sascha Herlt 2 0 2 0
Harri Naumanen 1 0 1 0
Pascal Schlevoigt 0 1 1 0
Martin Gladigau 0 2 2 0
Matthias Siede 1 3 4 2
Phillip Weigelt 1 1 2 0
Thomas Händler 1 0 1 0
Oliver Hofmann 1 0 1 0
Jakob Ohlsson 1 0 1 0
Niklas Nordh 0 1 1 0

 

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