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Ü-Ei-Meister – Little Cats

06 12 u14meisterSpaß – Spannung – Schokolade … mit diesen Worten überreichte Trainerin Kerstin Neumann jeder Spielerin am Sonntagmorgen ein Überraschungsei. Die Little Cats sollten vor allem Spaß haben, die Spiele spannend machen, um sich am Ende mit etwas Süßem selbst zu belohnen. Das um 14.53 Uhr die Goldmedaille als Lohn für das tolle Wochenende heraussprang, ahnte da noch keiner.

Aber der Reihe nach… schließlich beginnt jede Deutsche Meisterschaft mit einer Gruppenphase und dort hatten es die kleinen Katzen vom UHC mit dem späteren Finalgegner aus Wernigerode und den Mädchen aus Quedlinburg und Kaufering zu tun. Beginnen sollte es mit dem Duell gegen die Red Devils und da eigentlich auch ziemlich gut, schnell führten die Cats mit 2:0. Die Tore schossen Louise Schulze und Leonie Maudrich. Doch dann gab es innerhalb von zwei Minuten drei unglückliche Gegentore und als dann auch noch ein Eigentor passierte, hingen die Köpfe in der Pause. Und sie kamen auch nicht mehr hoch, jedenfalls nicht in diesem Spiel. Es durfte auch in Halbzeit zwei nur Wernigerode jubeln und das noch 3-Mal. Damit gab es einen ziemlich deprimierenden Auftakt… aber wie man ganz am Schluss feststellen muss, war es vielleicht genau das richtige Ergebnis für den weiteren Turnierverlauf. Im zweiten Spiel ging es gegen die Mädels aus der Nachbarstadt Quedlinburg wohl schon um den Halbfinaleinzug. Und nachdem die Wunden geheilt waren, gab es eine deutliche Leistungssteigerung der Little Cats. Schon nach 15 Sekunden klingelte es im gegnerischen Gehäuse und angeführt von einer von nun an starken Kapitänin Leonie Vogt gelangen 4 weitere Tore in Halbzeit eins. Und ein Nachlassen gab es nicht mehr, auch die zweite Hälfte ging mit 7:2 an die UHC-Mädchen, sodass das Halbfinale fast sicher war. Die insgesamt ein wenig schwächer eingeschätzten Mädels aus Kaufering waren dann der letzte Gegner und hier ließen die Cats nichts mehr anbrennen. Mit allen Spielerinnen auf dem Feld gelang ein klarer 12:1-Sieg und damit -hinter den ungeschlagenen Teufelinnen- der Einzug in die Vorschlussrunde.

Dort sollte dann am Sonntagmorgen der Gastgeber und grundsätzlich haushohe Favorit der Gegner sein, hatte man doch in der Saison alle drei Begegnungen gegen die starken Leipzigerinnen verloren. (0:4/3:6/3:5)
Doch deutsche Meisterschaften haben nun mal ihre eigenen Gesetze und vielleicht wogen am Ende der Druck der „Heim-DM“ und die Vorergebnisse zu schwer. Jedenfalls waren an diesem Tag die Cats hellwach und ließen sich auch durch Gegentore nicht aus der Ruhe bringen. Zuerst jubelte aber Leonie Vogt, die auf Vorlage von Leonie Maudrich nach 16 Sekunden ins Tor traf. (schon wieder ein Blitzstart!) Die Kapitänin der Leipziger Marlen Kretzschmar traf nach knapp zweieinhalb Minuten zum Ausgleich. Dies wiederum ließ sich die Cats-Spielführerin nicht gefallen und schaffte nur 11 Sekunden später -nach einem super Solo- die erneute Führung. Doch es blieb spannend und das Leipziger Geburtstagskind Luisa Heuschkel traf in der 13.Minute zum 2:2-Pausenstand. In der zweiten Hälfte gab es ein paar Umstellungen in den Reihen und das Küken Sarah Kleinschmidt durfte mit aufs Feld. Und die gerade erst 11-jährige knallte den Ball in der 19.Minute auf Vorlage von Julia Bärthel ins gegnerische Tor. Als die Spannung fast am Bersten war, musste Letztere wegen Stockschlags für 2 Minuten auf die Bank. Viele Schüsse, viele Paraden (von Emily-Alice Leu), super Abwehrarbeit… kein Gegentor. Dies blieb auch bis zur letzten Minute, 29:38 Minuten war gespielt, als ein quer springender Ball von Leonie Vogt vor dem Kopf mit der Hand berührt wurde, noch eine Zeitstrafe und noch 22 Sekunden… Unterzahl, aber auch die konnte der Favorit nicht nutzen. Sieg, Sensation, Finale!!!

Im anderen Halbfinale setzten sich die Red Devils mit 2:1 gegen die SG Elster/Landsberg durch und damit kam es im Finale, wie schon erwähnt, zum zweiten Kräftemessen mit dem Gegner der 2:7-Niederlage… Den anwesenden B-Weltmeister-Schwestern Sophie Kleinschmidt und Lena Vogt kam diese Konstellation irgendwie bekannt vor, einzige Vorrundenniederlage gegen den späteren Finalgegner. Und irgendwie sollten die Parallelen bis zur Schlusssirene durchhalten. Hochkonzentriert begannen beide Seiten, aber auch immer darauf bedacht, keine einfachen Fehler zu machen. Eine 2-Minuten-Strafe für Julia Diesener, herausgeholt durch eine einstudierte Freischlagvariante, konnten die Cats nicht nutzen. Viele Chancen gab es in Durchgang eins nicht, ein paar mehr aber auf der UHC-Seite. Und eine dieser Gelegenheiten nutzte Leonie Vogt (die am Ende sicherlich sehr verdient ins All-Star-Team gewählt wurde) mit einer Superdrehung in zentraler Position zum viel umjubelten 1:0. So ging es dann auch in die Pause. Knapp eine Zeigerumdrehung in der zweiten Hälfte dauerte es, bis Leonie Maudrich einen Ball auf das Tor schoss, der durch die Beine der Torhüterin in Richtung langer Pfosten rutschte, wo Janina Rumi goldrichtig stand und zum 2:0 vollendete. Doch die Mädchen erinnerten sich ans Überraschung-Ei und da hieß es ja auch… Spannung! Und so kamen die Teufelinnen durch Luisa Diesener in der 19.Minute zum Anschluss. In der Folge wogte das Spiel hin und her, Chancen gab es, wenn auch nicht viele, auf beiden Seiten. In der 13.Minute gab es dann das „Sack-zu-Tor“ und das hämmerte Leonie Maudrich in den Winkel. Unglaublicher Jubel und nachdem es dem Team gelang, den Gegner in der verbliebenen Zeit fast keinen Ballbesitz mehr zu genehmigen, noch einmal unglaublicher Jubel.

Und Schokolade… sie haben die Sensation geschafft! Gold! Erster deutscher Meister bei einer U14 Juniorinnen Deutschen Meisterschaft!

An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an das Trainerteam, Kerstin Neumann, Laura Hönicke und Pauline Baumgarten. Aber ganz besonders an Kerstin, die mit diesem Sieg ihre lange Arbeit als Trainerin krönt und nun den Staffelstab an die Jugend weitergeben wird. Vielen, vielen Dank, wir hoffen, du bleibst uns trotzdem erhalten!

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