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Mit einer Niederlage, aber trotzdem frohen Mutes in die Play-Offs

Sarah Kleinschmidt erzielte gegen Hamburg den 1-0 Führungstreffer. (Foto: Simon-Werbung/Kuch)

Es gibt sie! Niederlagen, mit denen man leben muss und vielleicht auch leben kann. Hätte, wäre, wenn … der Ball von Leonie Vogt kurz vor Schluss ins und nicht knapp über das Tor gegangen wäre, stünden evtl. ein paar mehr Pünktchen in der Tabelle, mehr aber auch nicht.

Die erste von mindestens 3 Partien gegen die Ladies vom ETV Piranhhas Hamburg in den nächsten 3 Wochen war am Ende eben nur ein Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen. An der Rangfolge für die anstehenden Halbfinals – und das wussten alle – konnte kein Ergebnis mehr rütteln.

Ein neuer Trainer

Also hieß es vor allem, dass im Training einstudierte, im Echtbetrieb so gut es geht umzusetzen. Und da steht seit einigen Spiele mit Martin Brückner ein neuer Headcoach zur Verfügung. Aufgrund der anstehenden Partien bei den Herren wäre es dem bisherigen Trainer Ilkka Kittilä nicht möglich gewesen, gleichzeitig am anderen Ende der Republik bei den Damen an der Bande zu stehen. Somit gab es im Verein die Überlegung spätestens zur neuen Saison den Trainerposten bei den Damen neu zu vergeben. Mit dem Herrennationalcoach Brückner gab es nun eine Lösung, die beiden Seiten helfen kann. Dem Trainer, weil er auch über die tägliche Trainingsarbeit wachsen kann und die Damen, die endlich einmal wieder einen Coach mehr oder minder „nur für sich“ haben.

Zurück zum Spiel

Zu Beginn wurden die Hamburgerinnen ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten die Cats direkt unter Druck. Einige Chancen entschärfte die wie immer souveräne Sophie Kleinschmidt im Tor. Der eigentlich erste wirkliche Angriff der Gastgeberinnen führte in der 5.Minute zum schön herausgespielten 1:0 durch ihre Schwester Sarah. Zu schnell – nämlich nur 94 Sekunden später – kamen die ETV-Damen zum Ausgleich durch Frederike Strahl. Knapp 7 Zeigerumdrehungen danach gelang den Elbestädterinnen die Führung durch Randi Kleerbaum (13.), sodass es mit einem 1:2 in die erste Pause ging.

Der 2. Abschnitt brachte nichts zählbares, aber für den Trainer deutliche Fortschritte. So gelang es den Cats, den Spielfluss der Gäste immer mehr einzudämmen. Selbst gab es immer wieder gute Auslösungen und einige Chancen, die aber zum Leidwesen der ca. 55 Zuschauer nicht den Weg ins Tor fanden.

Wir haben gute Ansätze gezeigt, mit fast 3 Reihen durchgespielt und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Martin Brückner über das Spiel der Cats

Im 3. Drittel dann endlich ein Tor. Pauline Baumgarten hatte nach einer klugen Ballstafette zentral viel Platz und der Fernschuss fand den Weg ins untere linke Eck. Dass die Pokalsiegerinnen aus dem Norden aber inzwischen ein Topteam sind, zeigten sie auch in dieser Partie. In der 12. Minute schlugen sie zurück und das eigentlich aus einer Nichtchance. Der Schuss von Ina Jensen aus ziemlich spitzen Winkel war für Kleischmidt gut zu halten. Leider prallte der Ball aber zu zentral zu Kleerbaum, die mit ihrem zweiten Tor zum 3:2 einschob. Im folgenden Anrennen und mit Herausnahme des Goalies versuchten die Cats noch einmal alles, aber wie zu Beginn schon geschrieben, wollte der Ball nicht mehr ins gegnerische Netz einschlagen.

Dennoch war Coach Brückner nach dem Spiel mit dem Gesehenen zufrieden: „Wir haben einige gute Ansätze gesehen, mit fast 3 Reihen durchgespielt und gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt heißt es in den nächsten beiden Wochen im Training noch einmal die richtigen Akzente zu setzen und in den Halbfinalpartien das Glück vielleicht auch zu erzwingen!“ Zweimal gilt es noch „Danke“ zu sagen, einmal dem Floorballverband Deutschland, dass er Martin Brückner keine Steine in den Weg gelegt hat und zum anderen an Ilkka Kittilä für seine bisherige Arbeit bei den Damen!

Hier geht es zum Spielprotokoll.

Fotos zum Spiel:

Hier geht es zum Album vom Matthias Kuch.

Oder hier durchklicken:

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